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Chronik

Ein kurzer Blick zurück: Ein Verein mit vielen Namen

Damals, als Behinderte noch „Krüppel“ hiessen, gehörlose Kinder in Taubstummen-Anstalten gedrillt wurden und die braunen Machthaber ihre abgrundtiefe Menschenverachtung zeigten, indem sie den scheusslichen Begriff des „lebensunwerten Lebens“ prägten,gründeten im Jahre 1937 etwa 20 gehörlose Sportfreunde eine „Gehörlosen-Sportabteilung“.

Wegen fehlender eigener Trainings- und materieller Möglichkeiten schlossen sich die Sportfreunde von 1937 bis 1940 dem Turnverein Hamborn an. Bis 1955 war dann der Meidericher Spielverein 02 deren Stammverein. Und von 1956 bis 1969 bildeten sie mit deren 47 gehörlosen Mitgliedern die „Gehörlosen-Sport- und Turnabteilung Duisburg“ im Ruhrorter Turnverein 1860.

Im Jahre 1970 war es dann endlich soweit:
Aus dem Bindestrich-Sportclub wurde endlich der selbstständige Gehörlosen-Sportverein Duisburg, kurz genannt „GSV Duisburg“, wie man ihn heute überall im Ruhrgebiet und weit darüber hinaus kennt.

Schon immer hat der Verein eine breite Palette von Sportdisziplinen angeboten:
Tischtennis, Sportschiessen, Volleyball (in den 80er Jahren deutscher Meister), Tennis, Badminton, Dart….Die älteste Abteilung, nämlich die Schach-Abteilung wurde im Jahre 2003 aufgelöst. Heute besteht der Verein aus Fussball und Freizeit. Neue Sportarten sind in Planung.

Die Fussball-Abteilung feierte im Jahr 2005 ihr 20-jähriges Bestehen (nach der „Auferstehung“ in 1985) mit einem grossen internationalen Fussball-Turnier. Im Sommer 2009 ist diese Abteilung dem Fussballverband Niederrhein beigetreten, und seitdem mischen die Kicker auch in der Kreisliga C mit.

Im Jahr 2007 wurde der Verein 70 Jahre alt. Aus den zaghaften Anfängen ist ein munterer, quicklebendiger und erfolgreicher Verein geworden:
Der Gehörlosen-Sportverein Duisburg mit heute ca. 50, meist jungen Mitgliedern.

  Die Vorsitzenden seit 1937:

1937-1938    H.Winnen
1939-1940    Paul Adamski
1941-1942    E.Kohlwald
1942-1943    H.Goldhausen
1943-1944    Karl Küsters
1945-1946    Erwin Bettinger
1946-1947    Georg Weber
1947-1948    H.Goldhausen
1948-1949    Georg Weber
1950-1951    H.Siebel
1952-1953    Georg Weber
1953-1954    Erwin Bettinger
1955-1952    Hermann Guth
1963-1964    Kurt Pitsch
1965-1967    Manfred Seliger
1968-1974    Erwin Bettinger
1974-1975    M.Brettschneider
1976-1977    Manfred Seliger
1978-1979    Norbert Ellersiek
1979-1985    Johann Zimmermann
1986-1989    Manfred Seliger
1990-1991    Angelika Klimke
1992-1993    H.-J. Krogmann
1994-1999    Harald Siego
2000-2003    Heike Habel
2004-2014    Jörg Eggert
2014-2016    Sürreyya Karadag
seit 2016       Senad Cajlakovic